MMR Impfstoff in Deutschland knapp

3. Februar 2014

Eine neue Dimension hat sich ergeben. Eine Aussage der Ärzte, dass die Impfstoffe in Deutschland knapp werden, lässt aufhorchen. So kommt es in letzter Zeit immer häufiger zu Problemen, wenn es um die Versorgung mit Impfstoffen geht. 

Die Engpässe, die bei dieser Versorgung auftraten, haben in den letzten Monaten immer größere Dimensionen erreicht, so die Kommission für Infektionskrankheiten und Impffragen der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin.

Impfstoffe: Pharmaindustrie hat immer häufiger Lieferschwierigkeiten

So ist es innerhalb weniger Tage nunmehr schon zum zweiten Mal zu Lieferschwierigkeiten bei einem namenhaften Pharmaunternehmen gekommen. Vor allem Impfstoffe gegen Masern, Mumps, Röteln ( MMR Impfung) und Windpocken sowie ein Kombinationsmittel gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten und Polio seien hiervon betroffen. Mittlerweile melden sogar die Tropeninstitute Engpässe, wenn es um Mittel geht, die Tollwut, Gelbfieber und Typhus betreffen.

Impfstoffe in Deutschland knapp

Komplexe biologische Arzneimittel, das sind Impfstoffe. Bei deren Herstellung kann es immer mal wieder zu zeitlichen Verzögerungen kommen, zumal eine Prüfung dieser immer noch erfolgen muss. Das Bundesinstitut ist dabei für die Zulassung von Impfstoffen zuständig.

Normalerweise besteht in Deutschland keine Impfpflicht, so dass jeder Erwachsene für sich und seine Kinder selber entscheiden kann, gegen welche Infektionskrankheiten sie sich durch eine Impfung schützen wollen. Die unterschiedlichen Einrichtungen des Impfsystems, die es in Deutschland gibt, bieten dabei Hilfe und Sicherheit bei dieser Entscheidung.

Sicherheit der Impfungen

Der Schutz des Impfstoffes besteht dabei üblicherweise nur, wenn eine Schutzimpfung vollständig durchgeführt ist. Bedeutet, dass viele Impfungen in verschiedenen Impfdosen in bestimmten Zeitabschnitten verabreicht werden müssen. Kinder- und hausärztliche Praxen impfen dabei üblicherweise immer nach dem typischen Impfschema und dessen Regeln.

Dieses entspricht internationalen Standards und wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) vorgeschrieben. Des Weiteren gibt es zahlreiche Impfungen, die im Jugend- und/oder Erwachsenenalter aufgefrischt werden müssen.

Komplikationen nach Impfung

Dabei ist es heutzutage üblich, dass nur noch in den seltensten Fällen Impfkomplikationen auftreten. Es gibt ein umfassendes Überwachungssystem, welches Impfkomplikationen erfasst, die in jedem Falle stärker sind, als normalerweise üblich. Das heißt, dass jeder Verdacht einer außergewöhnlichen Impfreaktion durch gesetzlich geregelte Meldesysteme sorgfältig analysiert und untersucht wird.

Dieser Verdacht wird vom Arzt oder der Ärztin an das zuständige Gesundheitsamt gemeldet. Dieses wiederum leitet die Daten an das Paul-Ehrlich-Institut, kurz PEI, weiter. Die Bewertung der Meldungen erfolgt hier nach international vereinbarten Kriterien, die durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) festgelegt worden sind.

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