Schlag auf den Kopf kann schwere Folgen haben

13. Februar 2014
Schwindel verursacht durch HWS-SyndromHWS-Syndrom für Schwindel verantwortlich?

Bereits ein kleiner Schlag auf den Kopf kann gravierende Folgen für die Gesundheit haben. Mehrere Schläge sind gefährlich und führen zu einer Gehirnerschütterung und anderen Schäden.

Schäden am Gehirn und Kopf sind nicht nur bei einem einzigen schweren Schlag sondern auch bei vielen leichten Stößen möglich. Das zeigt eine Studie im Versuch mit Spielern von Rugby oder im American Football. Betroffen sind auch Kampfsportler wie Boxer mit dem prominentesten Beispiel Mohammed Ali, der nachweislich durch die vielen Schläge an den Kopf an Parkinson erkrankt ist.

Schläge auf den Kopf verursachen Gehirnerschütterung

Teils unwissentlich oder im Affekt sind auch Kinder betroffen. Überforderte Eltern versetzen ihren Kindern nicht selten leichte und „harmlose“ Schläge oder Stöße an den Kopf. Diese erhöhen keineswegs die Denkfähigkeit, sondern führen zu Gehirnerschütterung gefährden die Gesundheit des Kindes.

Bei Unsicherheiten oder gar starken Stößen sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden, so dass eventuelle Folgeerkrankungen oder Begleiterscheinungen unterbunden und behandelt werden.

Auch bei Schlägereien kommt es häufig zu Kopfverletzungen, die vor allem für den Täter gravierende Folgen haben können. So kann nach einer körperlichen Auseinandersetzung eine gravierende Dauerschädigung des Kopfes auftreten, die erhebliche Einschränkungen in der Lebensführung mit sich bringt. Hier kann ein Schmerzensgeld von bis zu 200.000,00 Euro verlangt werden.

Folgen nach einer Kopfverletzung

Vor allem bei körperlichen Auseinandersetzungen kommt es sehr häufig zu gravierenden Verletzungen am Kopf. Wie schlimm diese eigentlich sein können, zeigt ein vorliegender Fall des Oberlandesgerichtes Oldenburg. Hier wurde dem Opfer auf den Schädel geschlagen, mindestens dreimal. Die Schwere der Verletzungen ging bis hin zur Bewusstlosigkeit.

Die Folgen waren unter anderem ein Schädel-Hirn-Trauma, ein traumatisches Hirnödem und unterschiedliche Frakturen der Schädelknochen. Das Opfer leidet bis heute an einer deutlichen Sprachstörung, einer aufgehobene Feinmotorik der rechten Hand so wie einer deutlichen Spastik des rechten Beines.

Zudem haben sich Störungen der Gedächtnisfunktion und der affektiven Kontrolle herausgestellt. Der Grad der Schädigung des Gehirns liegt hier bei 80 Prozent. Eine wesentliche Verbesserung des Zustandes ist nicht zu erwarten.

Scheinbar harmlose Schläge an den Kopf sind gefährlich

Die meisten Einwirkungen auf den Kopf sind harmlos. Selbst starke Einwirkungen z.B. durch Anschlagen an einen Pfosten oder Türrahmen sind nicht schädlich, wenn keine Schleuderbewegung zustande kommt. Bei einer ernsthaften Verletzung, wie oben beschrieben, kann es zu inneren Blutungen kommen, die die Gehirnfunktion auch dauerhaft stark beeinträchtigen können.

Verletzungen am Schädel können im Sport wie Fussball auftreten, bei Haushaltsunfällen oder bei Unfällen im Verkehr. Bei einer solchen Verletzung sind üblicherweise äußere und innere Bereiche, beispielsweise die Schädelknochen oder Teile des Gehirns, betroffen.

Diagnostiziert werden kann unter anderem eine Gehirnquetschung, eine Gehirnerschütterung oder eine Gehirnprellung. Auch Platzwunden am Kopf werden als Kopfverletzungen angesehen.

Symptome bei Kopfverletzungen

Die Symptome bei Kopfverletzungen in Folge von Schlägen können sehr unterschiedlich ausfallen. Zu diesen gehören unter anderem folgende Erscheinungen:

  • Schwindelgefühl,
  • Übelkeit und Brechreiz
  • neurologischen Ausfällen
  • Kopfschmerzen
  • Schwellungen im Gesichts- und Schädelbereich
  • Bewusstlosigkeit und Sprachstörungen
  • Blutungen aus dem Gehörgang, Kieferschlussstörungen oder Sehstörungen können auf Knochenfrakturen am Kopf hinweisen

Kopfball im Fussball führt zu Gedächtnisverlust

Wie eine Studie zeigt, führt ein vermehrtes Kopfballspiel im Fussball zu zeitlichen Gedächtnisverlusten. Fussballer, die besonders oft den Ball an den Kopf bekommen haben, schneiden im Gedächtnistest innerhalb der ersten zwei Tage nach dem Spiel deutlich schlechter ab als Spieler ohne Einwirkungen auf den Schädel. Die Gedächtnisfähigkeit nimmt mit der Anzahl an Kopfstößen zu.

Kopfstöße bei Kindern besonders gefährlich

Kopfbälle bei Kindern im Jugendfussball ist deutlich gefährlicher. Bei den Heranwachsenden sind weder die Muskulatur im Nacken- und Halsbereich noch die Schädelplatten stark genug. Stöße an den Kopf können so kaum aufgefangen werden, was die schädliche Wirkung auf Gehirn und Knochen erhöht.

Besonders gravierende Folgen haben Schläge auf den Kopf von Kindern in Folger häuslicher Gewalt. Aber auch der sogenannte „Klaps auf den Hinterkopf“ fördert keineswegs das Denkvermögen. Vielmehr führen selbst leichte Stöße mit der Zeit zu langfristigen körperlichen und psychischen Schäden.

Die leichte Ohrfeige als ständige Begleitung versetzen Kinder in einen Zustand permanenter Anspannung. Darunter leidet nicht nur das Selbstwertgefühl, auch Depressionen können die Folge sein. Der andauernde psychische Stress versetzt den Körper des Kindes in Anspannung. Das Kind ist dann im wahrsten Sinne des Wortes „verspannt“.

Viele Gehirnerschütterungen bei Boxern und Kampfsportlern

Besonders stark betroffen sind Kampfsportler wie Boxer von Schlägen an den Kopf. Die gezielten und sehr schweren Stöße können bleibende Schäden verursachen. Oft treten Folgeerscheinungen der Gehirnverletzungen erst Jahre danach auf, wie beim prominentesten Vertreter Mohammed Ali.

Selten kommt ein Profiboxer im Verlauf seiner Karriere um mindestens einige Gehirnerschütterungen herum. Ein Schlag, der zum K.O führt, kann seine schädliche Wirkung auf das Zentralnervensystem auch Jahre danach entfalten. Damit geht eine Verschlechterung der kognitiven Fähigkeiten bis hin zu motorischen Ausfällen einher.

So handelt man nach Stößen an den Kopf richtig

Sowohl leichte als auch harte Schläge an den Kopf sollten unbedingt vermieden werden. Kommt es trotzdem dazu, sollte je nach Schwere zum Beispiel bei Schwindel oder Ohnmacht der Notarzt gerufen oder der Gang zum Hausarzt erfolgen.

Die Untersuchung beim Arzt sollte auch bei unscheinbaren Fällen erfolgen, um mögliche Folgeerkrankungen auszuschließen. Je nach Diagnose ist Bettruhe und Vermeiden von Stress angezeigt.

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