Orthomolekulare Medizin: Mikronährstoffe für die Gesundheit nach Blutanalyse

6. Juli 2023
Was ist Orthomolekulare MedizinBei einigen als gesundheitsfördernd beliebt, bei Kritikern lediglich teure Scharlatanerei: die orthomolekulare Medizin bietet Chancen, birgt aber auch Risiken. Wie mit Blutanalysen und Nahrungsergänzungsmittel hohe Kosten für die Gesundheit entstehen.

Die orthomolekulare Medizin, entwickelt von Linus Carl Pauling, ist ein faszinierender Ansatz zur Förderung und Erhaltung der Gesundheit.

Die Geschichte und Entwicklung der orthomolekularen Medizin sind ebenfalls bemerkenswert. Von ihren Anfängen in den 1950er Jahren bis heute hat sich diese Medizinform, die eng mit dem Namen Linus Pauling verbunden ist, stetig weiterentwickelt und an Bedeutung gewonnen. Doch was macht sie so besonders?

Der Schlüssel liegt in der Anerkennung der Bedeutung von Mikronährstoffen für unsere Gesundheit.

Mikronährstoffe wie Vitamine, Mineralien und Spurenelemente spielen eine entscheidende Rolle bei zahlreichen Körperfunktionen. Sie unterstützen das Immunsystem, fördern den Stoffwechsel und tragen zum allgemeinen Wohlbefinden bei.

In der orthomolekularen Medizin werden diese Nährstoffe gezielt eingesetzt, um Mangelzustände auszugleichen und Krankheiten vorzubeugen.

Was ist die Orthomolekulare Medizin

Die Orthomolekulare Medizin ist eine Praxis, die darauf abzielt, die Gesundheit und das Wohlbefinden zu fördern, indem sie die richtige Balance und Konzentration von Nährstoffen im Körper gewährleistet.

Der Begriff „orthomolekular“ wurde vom zweifachen Nobelpreisträger Linus Pauling im Jahr 1968 geprägt und setzt sich aus den griechischen Wörtern „ortho“ (richtig, korrekt) und „molekular“ (die Moleküle betreffend) zusammen.

Die Orthomolekulare Medizin beruht auf der Überzeugung, dass viele Krankheiten und gesundheitliche Probleme durch biochemische Ungleichgewichte und Nährstoffmängel im Körper verursacht oder verschlimmert werden.

Sie schlägt vor, dass die optimale Gesundheit durch die Ernährung und/oder die Ergänzung mit Nährstoffen erreicht werden kann, einschließlich Vitamine, Mineralien, Aminosäuren, und essentiellen Fettsäuren.

Die Praktiker der Orthomolekularen Medizin verwenden in der Regel individuelle Behandlungspläne, die auf den spezifischen Bedürfnissen und Umständen des Einzelnen basieren. Dies kann beinhalten, Diätänderungen vorzuschlagen, Nahrungsergänzungsmittel zu empfehlen oder intravenöse Infusionen von Vitaminen und Mineralstoffen zu verwenden.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Orthomolekulare Medizin als komplementäre Therapie betrachtet wird und sie sollte nicht als Ersatz für die traditionelle Medizin angesehen werden.

Es gibt einige Kontroversen um die Orthomolekulare Medizin, insbesondere in Bezug auf die hohen Dosen von Vitaminen und anderen Nährstoffen, die manchmal empfohlen werden.

Orthomolekulare Blutanalyse – Mikronährstoffanalyse

Die orthomolekulare Blutanalyse, auch bekannt als Mikronährstoffanalyse, ist ein Diagnoseverfahren, das häufig von Praktikern der orthomolekularen Medizin verwendet wird. Es zielt darauf ab, eventuelle Nährstoffmängel, Ungleichgewichte oder Überlastungen im Körper festzustellen.

Im Rahmen dieser Analyse wird eine Blutprobe entnommen und auf eine Vielzahl von Mikronährstoffen untersucht. Dazu können Vitamine, Mineralstoffe, Aminosäuren, Fettsäuren, Antioxidantien und andere biochemische Parameter gehören.

Die genaue Auswahl der getesteten Substanzen hängt von der individuellen Gesundheitssituation und den Zielen des Patienten ab.

Die Ergebnisse dieser Analyse können dann genutzt werden, um personalisierte Ernährungsempfehlungen oder Nahrungsergänzungsmittelpläne zu erstellen.

Diese sind darauf ausgerichtet, etwaige festgestellte Nährstoffmängel auszugleichen, biochemische Ungleichgewichte zu korrigieren und die allgemeine Gesundheit zu fördern.

Mikronährstoffe in der orthomolekularen Medizin

Mikronährstoffe spielen eine wichtige Rolle in der orthomolekularen Medizin. Dabei handelt es sich um essentielle Substanzen wie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, die für den Körper unverzichtbar sind.

Im Folgenden werden ihre Funktionen im Körper sowie der Bedarf an Mikronährstoffen und mögliche Mangelerscheinungen näher erläutert.

  • Wichtige Mikronährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente unterstützen zahlreiche lebenswichtige Prozesse im Körper.
  • Vitamine dienen als Co-Faktoren bei enzymatischen Reaktionen und sind für das reibungslose Funktionieren des Stoffwechsels von großer Bedeutung.
  • Mineralstoffe wie Calcium, Magnesium oder Eisen tragen zur Aufrechterhaltung einer gesunden Knochenstruktur, Muskelkontraktionen und des Sauerstofftransports im Blut bei.
  • Spurenelemente wie Zink oder Selen spielen eine wichtige Rolle bei der Immunabwehr und dem Schutz vor oxidativem Stress.
  • Ein Mangel an Mikronährstoffen kann zu verschiedenen gesundheitlichen Problemen führen.
  • Vitaminmangel kann beispielsweise zu Müdigkeit, Hautproblemen oder einem geschwächten Immunsystem führen.
  • Ein Mangel an bestimmten Mineralstoffen kann zu Osteoporose, Muskelkrämpfen oder Anämie führen.
  • In einigen Fällen können gezielte Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt werden, um den Bedarf an Mikronährstoffen zu decken.
  • Die individuelle Bestimmung des Mikronährstoffbedarfs erfolgt häufig durch Blutuntersuchungen oder andere diagnostische Verfahren.
  • Eine ausgewogene Ernährung mit einer Vielzahl von frischen Lebensmitteln ist jedoch in den meisten Fällen die beste Quelle für Mikronährstoffe.

Die orthomolekulare Medizin betont die Bedeutung der richtigen Versorgung mit Mikronährstoffen, um die Gesundheit zu erhalten und mögliche Mangelzustände auszugleichen.

Durch eine gezielte Zufuhr dieser essentiellen Substanzen kann das Wohlbefinden verbessert und das Risiko für verschiedene Krankheiten verringert werden.

Lesetipp:

Nährstoffe zur Vorbeugung von Krankheiten

Nährstoffe spielen eine wichtige Rolle bei der Stärkung des Immunsystems und können dazu beitragen, bestimmte Krankheiten durch gezielte Nahrungsergänzung zu verhindern. Eine ausgewogene Ernährung hat zudem positive Auswirkungen auf die allgemeine Gesundheit.

  • Rolle von Nährstoffen bei der Stärkung des Immunsystems: Vitamin B12 ist ein essentieller Nährstoff, der für die Bildung roter Blutkörperchen und die Funktion des Nervensystems wichtig ist. Es unterstützt auch das Immunsystem bei der Abwehr von Krankheitserregern. Ein Mangel an Vitamin B12 kann zu einer Schwächung des Immunsystems führen und die Anfälligkeit für Infektionen erhöhen.
  • Prävention bestimmter Krankheiten durch gezielte Nahrungsergänzung: Durch eine gezielte Ergänzung mit bestimmten Nährstoffen können einige Krankheiten effektiv vorgebeugt werden. Zum Beispiel kann die Einnahme von Vitamin C das Risiko für Erkältungen und Grippe reduzieren. Omega-3-Fettsäuren haben entzündungshemmende Eigenschaften und können Herzkrankheiten vorbeugen. Eine ausreichende Zufuhr von Calcium und Vitamin D kann das Risiko für Osteoporose verringern.
  • Auswirkungen einer ausgewogenen Ernährung auf die allgemeine Gesundheit: Eine ausgewogene Ernährung, die reich an verschiedenen Nährstoffen ist, trägt zur allgemeinen Gesundheit bei. Sie versorgt den Körper mit allen notwendigen Nährstoffen, um optimal zu funktionieren. Eine ausgewogene Ernährung kann das Risiko für chronische Krankheiten wie Diabetes, Herzkrankheiten und bestimmte Krebsarten reduzieren.

Eine gezielte Nahrungsergänzung mit wichtigen Nährstoffen wie Vitamin B12 kann dazu beitragen, das Immunsystem zu stärken und bestimmten Krankheiten vorzubeugen.

Dennoch sollte immer darauf geachtet werden, eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung einzunehmen, um den Körper mit allen notwendigen Nährstoffen zu versorgen.

Nährstoffe bei spezifischen Krankheiten

Nahrungsergänzungsmittel können eine wichtige Rolle bei der Behandlung bestimmter Krankheiten spielen. Hier sind einige Beispiele:

  • Bei chronischen Erkrankungen wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen können Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt werden, um den Körper mit den notwendigen Nährstoffen zu versorgen und die Gesundheit zu unterstützen.
  • Bei neurologischen Erkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson können bestimmte Nährstoffe eine unterstützende Wirkung haben. Zum Beispiel kann die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren die Gehirnfunktion verbessern und Entzündungen reduzieren.
  • Antioxidantien spielen eine bedeutende Rolle bei der Krebsprävention. Sie helfen dabei, freie Radikale im Körper zu neutralisieren und somit das Risiko von Zellschäden und Krebsentwicklung zu verringern.

Nahrungsergänzungsmittel stellen keine vollständige Alternative zur medizinischen Behandlung. Sie sollten immer in Absprache mit einem Arzt oder einer Ärztin eingenommen werden, um mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten zu vermeiden.

Insgesamt kann die orthomolekulare Medizin durch den gezielten Einsatz von Nährstoffen bei spezifischen Krankheiten einen wertvollen Beitrag zur Gesundheit leisten.

Es ist für den Therapieerfolg entscheidend, sich über die richtige Dosierung und Anwendung der einzelnen Präparate informiert zu halten und diese sorgfältig einzusetzen.

Anwendungsbereiche und Vorteile der orthomolekularen Medizin

Die orthomolekulare Medizin bietet verschiedene Anwendungsbereiche und Vorteile. Im Folgenden werden einige davon kurz vorgestellt:

  • Sportmedizin: Die orthomolekulare Medizin kann in der Sportmedizin eingesetzt werden, um die Leistungsfähigkeit zu steigern und die Regeneration zu unterstützen. Durch gezielte Nahrungsergänzung können Athleten ihre körperliche Ausdauer verbessern und Verletzungen schneller heilen lassen.
  • Hautbildverbesserung: Gezielte Nahrungsergänzungsmittel können auch dazu beitragen, das Hautbild zu verbessern. Bestimmte Vitamine, Mineralstoffe und Antioxidantien können helfen, den Zustand der Haut zu optimieren und sie gesund strahlen zu lassen.
  • Stoffwechselunterstützung: Die orthomolekulare Medizin kann auch bei der Gewichtsreduktion unterstützen, indem sie den Stoffwechsel anregt. Durch die gezielte Einnahme von bestimmten Nährstoffen kann der Körper effizienter Kalorien verbrennen und somit beim Abnehmen helfen.

Obwohl sie nicht speziell zur Behandlung bestimmter Krankheiten entwickelt wurde, kann sie auf verschiedene Gesundheitszustände angewendet werden, um das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern oder bestimmte Symptome zu lindern.

Anwendungsgebiete der orthomolekularen Medizin

  1. Stoffwechselerkrankungen: Diabetes, Fettleibigkeit und Stoffwechselstörungen können durch eine angepasste Ernährung und Nährstoffsupplementierung beeinflusst werden.
  2. Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Verschiedene Studien haben gezeigt, dass bestimmte Nährstoffe, wie Omega-3-Fettsäuren und Antioxidantien, positive Auswirkungen auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben können.
  3. Mentale Gesundheit und neurologische Störungen: Es gibt Hinweise darauf, dass bestimmte Nährstoffe wie B-Vitamine, Omega-3-Fettsäuren, Aminosäuren und andere, die Stimmung und kognitive Funktionen unterstützen können. Sie können bei Depressionen, Angstzuständen, Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) und anderen neurologischen oder psychischen Erkrankungen hilfreich sein.
  4. Autoimmunerkrankungen: Bei Erkrankungen wie Lupus, Rheumatoider Arthritis und Morbus Crohn können bestimmte Nährstoffe helfen, Entzündungen zu reduzieren und das Immunsystem zu unterstützen.
  5. Krebserkrankungen: Obwohl die orthomolekulare Medizin nicht als eigenständige Krebstherapie betrachtet wird, kann sie begleitend eingesetzt werden, um den Körper bei der Bewältigung der Belastungen durch die Krankheit und konventionelle Behandlungen zu unterstützen.
  6. Alterungsprozess: Die optimierte Nährstoffversorgung kann dazu beitragen, altersbedingten Erkrankungen vorzubeugen und die allgemeine Gesundheit und Vitalität im Alter zu erhalten.
  7. Chronische Erschöpfung und Fibromyalgie: Einige Menschen mit diesen Zuständen haben eine Verbesserung ihrer Symptome berichtet, wenn sie ihre Ernährung umstellen und Nahrungsergänzungsmittel einnehmen, um Nährstoffmängel auszugleichen.
  8. Prävention von Krankheiten: Die orthomolekulare Medizin kann auch zur Vorbeugung von Krankheiten eingesetzt werden, indem sie einen gesunden Lebensstil, eine ausgewogene Ernährung und eine ausreichende Versorgung mit essentiellen Nährstoffen fördert.

Orthomolekulare Medizin und ihre Rolle bei der Gesundheitsförderung

Die orthomolekulare Medizin spielt eine wichtige Rolle bei der Förderung der Gesundheit. Dabei konzentriert sie sich auf die Bedeutung einer ausgewogenen Ernährung für das allgemeine Wohlbefinden. Durch gezielte Nahrungsergänzung kann der Körperhaushalt unterstützt werden, um Vitalität und Wohlbefinden zu fördern.

Hier sind einige wichtige Punkte zur orthomolekularen Medizin:

  • Eine ausgewogene Ernährung ist entscheidend für die allgemeine Gesundheit. Durch eine Vielzahl von Nährstoffen wie Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen wird der Körper optimal versorgt.
  • Gezielte Nahrungsergänzung kann helfen, Mängel auszugleichen und den Körper mit den notwendigen Substanzen zu versorgen. Dies kann beispielsweise durch die Einnahme von Vitaminpräparaten oder Mineralstoffkombinationen erfolgen.
  • Orthomolekulare Ansätze zielen darauf ab, den Körperhaushalt in Balance zu bringen und somit die Funktion verschiedener Organsysteme zu optimieren. Dadurch wird nicht nur die Gesundheit gefördert, sondern auch das allgemeine Wohlbefinden gesteigert.

Die orthomolekulare Medizin hat sich als ganzheitlicher Ansatz etabliert, der die Bedeutung einer ausgewogenen Ernährung und gezielter Nahrungsergänzung betont. Durch eine optimale Versorgung mit wichtigen Nährstoffen kann die Gesundheit gefördert und das Wohlbefinden gesteigert werden.

Lesetipp:

Orthomolekulare Medizin Kosten Übernahme Krankenkasse

Die orthomolekulare Medizin bietet eine alternative Herangehensweise zur Behandlung verschiedener gesundheitlicher Probleme. Viele Menschen fragen sich jedoch, ob die Kosten für orthomolekulare Therapien von ihrer Krankenkasse übernommen werden können.

Hier sind einige wichtige Punkte zu beachten:

  • Möglichkeiten der Kostenübernahme durch Krankenkassen für orthomolekulare Therapien:
    • Einige private Krankenkassen bieten möglicherweise eine teilweise oder vollständige Kostenübernahme für bestimmte orthomolekulare Behandlungen an.
    • Die Kostenübernahme hängt oft von der individuellen Versicherungspolice ab, daher ist es wichtig, die genauen Bedingungen und Einschränkungen mit der eigenen Krankenkasse zu klären.
    • In einigen Fällen kann eine ärztliche Verordnung oder ein Gutachten erforderlich sein, um eine Kostenübernahme zu beantragen.
  • Anerkennung und Integration der orthomolekularen Medizin in das Gesundheitssystem:
    • Die orthomolekulare Medizin wird nicht von allen konventionellen medizinischen Fachverbänden und Institutionen anerkannt.
    • Es gibt jedoch Bestrebungen, die Integration dieser alternativen Therapieform in das Gesundheitssystem voranzutreiben und ihre Wirksamkeit wissenschaftlich zu untersuchen.
    • Eine breitere Anerkennung könnte dazu führen, dass mehr Krankenkassen die Kosten für orthomolekulare Therapien übernehmen.
  • Voraussetzungen für eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse:
    • Um eine Kostenübernahme zu beantragen, ist es wichtig, dass die orthomolekulare Therapie von einem qualifizierten Arzt oder Therapeuten durchgeführt wird.
    • Die Behandlung sollte auf einer fundierten Diagnose und medizinischen Notwendigkeit basieren.
    • In einigen Fällen kann eine vorherige Zustimmung der Krankenkasse erforderlich sein.

Wir empfehlen, sich direkt mit der eigenen Krankenkasse in Verbindung zu setzen, um genaue Informationen über die Möglichkeiten der Kostenübernahme für orthomolekulare Medizin zu erhalten. Jede Krankenkasse kann unterschiedliche Richtlinien und Bedingungen haben.

Kritik an der Orthomolekularen Medizin

Es gibt verschiedene Kritikpunkte an der orthomolekularen Medizin, die man beachten sollte:

  1. Mangel an wissenschaftlichen Belegen: Ein Hauptkritikpunkt ist der Mangel an umfangreichen, gut durchgeführten wissenschaftlichen Studien, die die Wirksamkeit der orthomolekularen Medizin bei der Vorbeugung oder Behandlung von Krankheiten nachweisen. Obwohl einige Studien positive Auswirkungen bestimmter Nährstoffe auf die Gesundheit gezeigt haben, gibt es noch keine ausreichenden Belege dafür, dass die Verwendung hoher Dosen von Nahrungsergänzungsmitteln zur Vorbeugung oder Behandlung einer breiten Palette von Krankheiten wirksam ist.
  2. Risiken bei hohen Dosen: Die orthomolekulare Medizin kann die Verwendung hoher Dosen von Vitaminen und anderen Nährstoffen beinhalten. Dies kann in einigen Fällen zu Nebenwirkungen oder sogar zu Vergiftungserscheinungen führen. Beispielsweise kann eine übermäßige Vitamin-A-Einnahme zu Schäden an Knochen und Leber führen, während hohe Dosen von Vitamin B6 Nervenschäden verursachen können.
  3. Kosten und Zugänglichkeit: Die orthomolekulare Medizin kann teuer sein, insbesondere wenn man die Kosten für Nahrungsergänzungsmittel und Labortests berücksichtigt. Darüber hinaus werden diese Kosten oft nicht von der Krankenversicherung übernommen.
  4. Mangel an Regulierung: Nahrungsergänzungsmittel sind in vielen Ländern weniger streng reguliert als Medikamente. Das bedeutet, dass Qualität, Reinheit und Potenz zwischen den Produkten und Herstellern variieren können.

Fazit: Die Bedeutung der orthomolekularen Medizin für die Gesundheit

Die orthomolekulare Medizin spielt eine wichtige Rolle bei der Erhaltung und Förderung unserer Gesundheit. Durch die gezielte Zufuhr von Mikronährstoffen können wir unseren Körper mit den notwendigen Bausteinen versorgen, um optimale Funktionen aufrechtzuerhalten.

In der orthomolekularen Medizin werden Nährstoffe nicht nur zur Vorbeugung von Krankheiten eingesetzt, sondern auch zur Unterstützung bei spezifischen Erkrankungen. Durch eine individuelle Anpassung der Nährstoffzufuhr können bestimmte Beschwerden gelindert und Heilungsprozesse unterstützt werden.

Die Anwendungsbereiche der orthomolekularen Medizin sind vielfältig. Sie kann sowohl bei akuten als auch chronischen Erkrankungen eingesetzt werden und bietet häufig Vorteile gegenüber rein symptomatischen Behandlungsansätzen.

Darüber hinaus spielt sie eine wichtige Rolle in der Gesundheitsförderung, indem sie dazu beiträgt, einen optimalen Nährstoffstatus zu erreichen und somit das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern.

Die Kosten für die orthomolekulare Medizin werden in Deutschland nicht von den Krankenkassen übernommen. Dennoch sollte man die Bedeutung einer ausgewogenen Ernährung und einer gezielten Ergänzung mit Mikronährstoffen nicht unterschätzen.

Insgesamt lässt sich sagen, dass die orthomolekulare Medizin ein vielversprechender Ansatz ist, um die Gesundheit zu unterstützen und Krankheiten vorzubeugen. Es lohnt sich, sich näher mit diesem Bereich der Medizin auseinanderzusetzen und individuelle Bedürfnisse sowie mögliche Vorteile zu prüfen.

FAQ Orthomolekulare Medizin

Was ist Orthomolekulare Medizin?
Orthomolekulare Medizin ist ein Bereich der Gesundheitswissenschaft, der sich auf die Erhaltung der Gesundheit und die Behandlung von Krankheiten durch die Veränderung der Konzentration von Substanzen im menschlichen Körper konzentriert, die normalerweise im Körper vorhanden und für die Gesundheit notwendig sind. Dies beinhaltet die Verwendung von Nahrungsergänzungsmitteln und die Anpassung der Ernährung, um optimale Mengen von essentiellen Nährstoffen sicherzustellen.
Welche Bedingungen können mit der orthomolekularen Medizin behandelt werden?
Die orthomolekulare Medizin ist ein breites Feld und kann in vielen verschiedenen Gesundheitskontexten angewendet werden, einschließlich Herz-Kreislauf-Erkrankungen, neurologischen und psychischen Störungen, Autoimmunerkrankungen, chronischer Erschöpfung und Fibromyalgie, Krebs (zusammen mit konventionellen Therapien) und allgemeiner Gesundheitsprävention.
Ist die orthomolekulare Medizin wissenschaftlich fundiert?
Die orthomolekulare Medizin basiert auf der Prämisse, dass eine optimale Gesundheit und Krankheitsvorbeugung durch die Gewährleistung optimaler Nährstoffkonzentrationen im Körper erreicht werden können. Es gibt wissenschaftliche Studien, die die Vorteile bestimmter Nährstoffe in Bezug auf bestimmte Gesundheitszustände unterstützen. Jedoch bleibt die Wirksamkeit der orthomolekularen Medizin als allgemeiner Ansatz in der Wissenschaft umstritten und die Qualität und Methodik einiger Studien wurden in Frage gestellt.
Sind Nahrungsergänzungsmittel immer sicher zu verwenden?
Obwohl viele Nahrungsergänzungsmittel sicher zu verwenden sind, ist es wichtig zu bedenken, dass "natürlich" nicht immer "sicher" bedeutet. Einige Nahrungsergänzungsmittel können Nebenwirkungen haben oder mit Medikamenten interagieren. Außerdem können übermäßige Mengen bestimmter Vitamine und Mineralien gesundheitliche Probleme verursachen. Es ist wichtig, vor der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln einen Arzt oder Ernährungsberater zu konsultieren.
Wie finde ich einen Arzt, der orthomolekulare Medizin praktiziert?
Sie können die Website von professionellen Vereinigungen wie der International Society for Orthomolecular Medicine besuchen, die Listen von Praktikern bereitstellen. Es ist wichtig, einen qualifizierten Gesundheitsdienstleister zu wählen, der Erfahrung mit der orthomolekularen Medizin hat und bereit ist, eng mit Ihnen und Ihrem Hauptversorger zusammenzuarbeiten, um einen umfassenden Gesundheitsplan zu erstellen.

Weitere Artikel aus dieser Kategorie


Weitere Artikel mit diesem Schlagwort


google.com, pub-3218111180354478, DIRECT, f08c47fec0942fa0