Stiftung Warentest: Der große Spaghetti-Test

30. August 2015
Spaghetti von Stiftung Warentest getestetSpaghetti getestet

Stiftung Warentest hat die Qualität von Spaghetti-Produkten untersucht. Eines der bemerkenswertesten Testergebnisse war, dass die bekanntesten und teuersten Marken durchfielen, während die günstigsten Marken überzeugten. Ein mit der Note “gut“ bewertetes Nudel-Produkt ist demnach bereits für 0,49 Euro pro 500 Gramm-Packung erhältlich.

K-Classic-Spaghetti von Kaufland schneiden besonders gut ab

Insbesondere die Tatsache, dass Spaghetti eines der beliebtesten Gerichte der Deutschen sind, hat Stiftung Warentest dazu animiert, die Qualität der Spaghetti-Produkte unterschiedlicher Hersteller zu testen. Die insgesamt 25 untersuchten Sorten wurden hinsichtlich des Aussehens, des Mundgefühls, hinsichtlich des Geschmacks sowie in Bezug auf die Schadstoff-und Keimbelastung, der erfolgten Kennzeichnung und der Verpackung überprüft. Insgesamt wurden 20 Hartweizen-, drei Vollkorn-sowie zwei gluten-freie Nudelprodukte getestet. Die Preisspanne lag dabei zwischen 0,49 Euro und 2,79 Euro. Anstatt dass Hersteller wie “Buitoni“ besonders positiv bestanden, erzielte die K-Classic -Spaghetti von Kaufland die beste Note. In allen Prüfbereichen konnten die Kaufland-Spaghetti die Note “sehr gut“ beziehungsweise “gut“ erzielen.

Bio-Nudeln mit guten Bewertungen

Die teureren “Barilla Spaghetti N5“ bekam ebenfalls die Note “gut“. Hinsichtlich des Preises unterscheiden sie sich aber von den Billig-Produkten deutlich. Denn die “Barilla“ Kosten pro 500 Gramm 1,59 Euro. Auch zwei Bio-Vollkorn-Produkte konnten die Tester überzeugen. Mit 0,99 Euro pro 500 Gramm erhielten die “Dennree Spaghetti Vollkorn“ sowie die “Alnatura Vollkorn Spaghetti (0,95 Euro pro 500 Gramm) jeweils die Note “gut“. Von den bekannten Nudelmarken hat es hingegen mit Ausnahme von “Barilla“ keine der Marken auf die vorderen Bewertungsplätze geschafft. “Buitoni“, “de Cecco“ sowie “Jamie Oliver“ erhielten nur die Note “befriedigend“. Die Edelmarke “Strauss Innovation“ erhielt die Note “ausreichend.

Schadstoffe und Pilztoxine in einigen Nudeln nachgewiesen

In einigen Produkten traten auch Schadstoffe auf. Insbesondere das Schimmelpilztoxin Deoxynivalenol und Bestandteile von Mineralöl wurden in Spuren gefunden. Die Nudeln sollen nach Angaben der Stiftung Warentest in ausreichend viel Wasser (ein Liter Wasser für 100 Gramm Nudeln) gegeben werden. Hinzu kommt ein gehäufter Teelöffel Salz. Hartweizennudeln sollten zudem trocken und dunkel gelagert werden. Eiernudeln und Vollkornnudeln indes sollten nach dem Mindesthaltbarkeitsdatum nicht mehr verwendet werden.

Überraschendes Fazit des Nudeltests von Stiftung Warentest

Als Fazit der Überprüfung lässt sich festhalten, dass günstige Spaghetti im Test die besseren waren. Ob deshalb der Stil oder der Name eines Unternehmens unbedingt die Qualität der Spaghetti bestimmt, kann eindeutig verneint werden. Für den Verbraucher bedeutet dies, dass günstige Produkte wie acht weitere Nudelgerichte besonders günstiger Anbieter von Aldi Süd, Norma und Penny nicht nur ebenfalls gute Noten erhielten, sondern das der Genuss der Spaghetti gleichzeitig mit einem deutlichen Spareffekt einhergeht. Anders verhält es sich mit den Edel-Spaghetti der Markenfirmen. Dort stimmt offenbar lediglich die Verpackung, während der Inhalt oder das eigentliche Produkt eher unterdurchschnittlich gut abschneidet. Dass die Bio-Vollkorn-Spaghetti mit guten Noten aus dem Test gehen, belegt, dass der Anspruch an ein Bio-Produkt sich auch in der Qualität niederschlägt. Als Markenprodukt dürften die Spaghetti von “Strauss Innovation“ zukünftig wohl von vielen Menschen links liegen gelassen werden. Es gilt allerdings als sicher, dass viele der Markenhersteller auf ihren guten Ruf bedacht sind und deshalb die Testergebnisse Ansporn sein dürften, die Produktqualität deutlich zu verbessern. Insofern darf der Verbraucher gespannt sein, wie der nächste Spaghetti-Test von Stiftung Warentest ausfallen wird.

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