TV-Serie Dr. House rettet Leben durch „Ferndiagnose“

9. Februar 2014

Ein schwieriger Fall: ein lebensbedrohlich erkrankter Patient, der scheinbar keine Aussicht auf Lebensrettung hat. Doch dann hat die US-Fernsehserie „Dr. House“ die Rettung gebracht. 

Die Fachzeitschrift „The Lancet“ hat unter anderem von einem 55-jährigen Deutschen berichtet, der unter verschiedenen unerklärlichen Symptomen litt. Die behandelnden Ärzte in Marburg standen vor einem Rätsel.

Das medizinische Rätsel schien anscheinend unlösbar. Die TV-Serie Dr. House war es dann letzten Endes, die die wichtige Hilfestellung gab.

Ärzte tappten im Dunkeln

Der Mann kam im Mai 2012 in die Klinik. Symptome reihten sich aneinander, unter anderem Herzinsuffizienz, beständige Abnahme von Seh- und Hörvermögen, Lymphknotenschwellung, unerklärliche Fieberschübe und permanentes Sodbrennen. Die Anamnese des Mannes wurde durchforstet, es gab aber keine Hinweise auf irgendwelche Erkrankungen. Es folgte lediglich eine Operation, bei der dem Patienten zwei neue Hüftgelenke eingesetzt worden waren.

Hüftprothese schien der Auslöser

Die Mediziner verfolgten die TV-Serie „Dr. House“ und mussten feststellen, dass hier durchaus einiges real erschien. So erinnerten sie sich an eine Folge des kauzigen Arztes. Dr. House, der auf hoffnungslose Fälle und medizinische Mysterien spezialisiert ist, sprach hier von einer Kobalt-Vergiftung nach Implantation von Prothesen aus Metall. Auch die Ärzte in Marburg gingen nunmehr von dieser aus, um die schwere Erkrankung begründen zu können.

Diverse Bluttests, die danach folgten, bestätigten dann den Verdacht. Daraufhin wurde das Metall-Implantat durch eine Keramik-Prothese ersetzt.

Keramik-Prothese wie in Dr. House brachte den Erfolg

Direkt nach diesem Eingriff, in dem die künstliche Hüfte durch die Keramik-Prothese ersetzt worden sei, sind die Kobalt- und Chrom-Werte im Blut gesunken. Der Zustand des Patienten stabilisierte sich im Laufe der Zeit. Eine langsame Erholung und Genesung war zu erkennen. Etwa vierzehn Monate später habe sein Herz 40 Prozent seiner Leistung wiedererlangt. Das Hör- und Sehvermögen dagegen verbesserten sich nur sehr langsam.

Die TV-Serie hat also dazu geführt, dass ein Leben gerettet wurden ist und nicht nur die allgemeine Unterhaltung durchgeführt wurde. Auch haben die Wissenschaftler nunmehr bestätigt, dass sogar einige Folgen der Serie „Dr. House“ in Vorlesungen als Anschauungsmaterial für Studenten eingesetzt werden.

Es ist also durchaus eine Serie, die auch aus dem Leben gegriffen ist und dabei helfen kann, wahre Begebenheiten des Lebens zu bestätigen. Nicht alles ist Fiktion in den Serien, wie dieser Fall bestätigt.

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