Heilsalben selber herstellen: Rezepte zum selbermachen

3. März 2015
Heilsalbe hilft bei HautproblemenHeilsalbe lässt sich selbst machen

Heilsalben entfalten ihre Wirkung in der pharmazeutischen Industrie durch die in ihr enthaltenen Wirkstoffe und den synthetisch hergestellten Trägersubstanzen. Die Salben lassen sich jedoch auch auf besondere Art und Weise selbst herstellen. Mithilfe tierischer Öle lässt sich eine Heilsalbe herstellen, die nicht nur eine positive Wirkung auf die obere Hautschicht ausübt, sondern auch eine Tiefenwirkung zeigt und bei zahlreichen Hauterkrankungen angewendet werden kann.

Heilsalbe selbst im Wasserbad herstellen

Eine einfache Heilsalbe lässt sich mit 20 Milliliter Olivenöl, 20 Milliliter Walnussöl, ein Gramm Bienenwachs, zwei Gramm Lanolin, zwei Gramm Kakaobutter, sowie zehn Tropfen Teebaumöl, fünf Tropfen Lemon-Grass, fünf Tropfen Lavendelöl, fünf Tropfen Bergamotte sowie fünf Tropfen Sandelholzöl einfach selbst herstellen. Dabei werden das Öl und das Bienenwachs beziehungsweise die Kakaobutter und das Lanolin in ein Glas gegeben und dann in einem Wasserbad erhitzt. Die Mischung wird umgerührt.

Danach werden einige Tropfen der hergestellten Substanz auf einen abgekühlten Teller gegeben. Wenn die Konsistenz der Salbe zufriedenstellend ist, wird die Mischung aus dem Wasserbad genommen und die Salbe so weit abgekühlt, dass sie in etwa die Temperatur der eigenen Hand besitzt. Danach werden die ätherischen Öle tropfenweise hinzu gegeben und umgerührt. Wenn die Salbe abgekühlt ist wird sie verschlossen.

Ringelblumensalbe muss nicht gekauft werden

Auch Ringelblumensalbe kann auf einfache Art und Weise selbst hergestellt werden und muss nicht in der Apotheke gekauft werden. Ringelblumensalbe wird angewandt bei Blutergüssen, zahlreichen nur zögerlich heilenden Wunden, bei Geschwüren der Haut und bei Ekzemen. Für die Herstellung werden 70 Gramm Schweineschmalz und sechs Gramm Ringelblumen-Blüten benötigt. Das Schweineschmalz wird in Stücke geschnitten und in eine Pfanne oder ein anderes Gefäß gegeben. Danach wird das Schweineschmalz auf dem Herd zum Schmelzen gebracht. Die Ringelblumen-Blüten werden dann in das geschmolzene Schweineschmalz eingelassen. Danach werden die Blüten so lange umgerührt, bis sie vollständig vom aufgelösten Schweineschmalz bedeckt sind.

Hygiene bei Herstellung besonders wichtig

Etwa eine halbe Stunde werden die Blüten bei geringer Temperatur zuvor erhitzt. Danach wird die Rohmasse eine Nacht ziehen gelassen. Danach wird das Schweineschmalz mit den Ringelblumen-Blüten erneut erwärmt und zum Schmelzen gebracht. Wenn dies erfolgt ist, wird das flüssige Fett durch einen Kaffeefilter gegossen und in einen zuvor vorbereiteten Salbentigel abgefüllt. Wenn die fertige Salbe abgekühlt ist, besitzt sie eine nahezu weiße Konsistenz. Grundsätzlich gilt bei der Herstellung der Heilsalbe auf hygienische Verhältnisse der Umgebung und der Arbeitsgeräte zu achten.

Dies ist deshalb besonders wichtig, weil Reste von Spülmittel und Schmutz aufgrund der biologischen Bestandteile der Heilsalbe dazu führen, dass die Salbe Schimmel bildet. Auch ist es besonders wichtig, bei der Herstellung der Salbe nicht direkt die zu schmelzenden Schmalzbestandteile auf offener Flamme zu erhitzen, sondern diese in ein Wasserbad zu stellen. Dies ist deshalb wichtig, weil der Prozess der Erhitzung somit deutlich schonender ist als wenn die Erwärmung direkt in einem Topf über offener Flamme erfolgen würde. Mithilfe von Schweineschmalz lassen sich zahlreiche Salbengrundlagen herstellen. Unter anderem ist auch Beinwellsalbe mithilfe von Schweineschmalz herstellbar. Diese Salbe hilft unter anderem bei Quetschungen und Blutergüssen.

Salbe aus Öl und Bienenwachs

Auch hier wird vorgegangen wie bei den bisherigen Beschreibungen der Salbenherstellung. Eine Salbe mit Öl und Bienenwachs herzustellen ist hingegen deutlich komplizierter. Dies ist deshalb der Fall, weil das Mischungsverhältnis zwischen dem Bienenwachs und dem Öl die letztendliche Konsistenz der Salbe bestimmt. Deshalb ist es wichtig, die hergestellte Mischung auf einem Teller hinsichtlich der Konsistenz in regelmäßigen Abständen zu überprüfen.

Falls die Konsistenz sich als zu fest erweist, muss mehr Öl hinzugefügt werden. Ist die Konsistenz hingegen zu weich, wird mehr Bienenwachs hinzugefügt. Als Grundlage für die Herstellung einer Salbe aus Öl und Bienenwachs gilt ein Mischungsverhältnis von 50 Millilitern Öl und etwas vier Gramm Bienenwachs. Anstelle des Öls lässt sich auch ein kalter oder heißer Auszug der gewünschten Pflanzen verwenden. Eine cremigere Konsistenz erhält man hingegen durch die Zugabe von Kakaobutter und Lanolin.

Für die Grundrezeptur sind 50 Milliliter Öl, sechs Gramm Lanolin und zwei Gramm Bienenwachs notwendig.

Beinwellsalbe selbst gemacht

Die Beinwellsalbe wird mithilfe von 40 Gramm Beinwellblättern beziehungsweise einem entsprechenden Öl-Auszug hieraus hergestellt. 200 Milliliter des Ölauszuges werden mit 15 Gramm Bienenwachs vermischt. Eine Kamillensalbe lässt sich mithilfe von 250 Gramm Schweineschmalz und etwa zwei gefüllten Händen mit Kamillenblüten selbst herstellen. Dabei wird das Schweineschmalz erhitzt und die Kamillenblüten werden hinzugegeben.

Über Nacht wird das Ganze stehen gelassen und am nächsten Tag erneut erwärmt. Mithilfe des Kaffeefilters oder über einem Leinentuch lässt sich das geschmolzene und mit Kamillenblüten versetzte Schweineschmalz durchsieben. Die Kamillensalbe eignet sich insbesondere für die Wundheilung und bei rauer Haut.

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