Forschung: Sport hilft bei Lungenkrankheit COPD

12. September 2014
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Regelmäßiger Sport senkt das Atemnotrisiko bei COPD, so ads Ergebnis einer breit angelegten Studie. Wie kann Betroffenen geholfen werden?

Forschung: Sport hilft bei Lungenkrankheit COPD. Menschen mit Lungenkrankheiten vermeiden häufig allzu große Anstrengung.

COPD-Patienten: Morgendlicher Husten als Leitsymptom

Wissenschaftler und Gesundheitsexperten hingegen kommen zu der Erkenntnis, dass ein spezielles Sportprogramm bei Lungenerkrankungen wie COPD dafür sorgen kann, dass Betroffene seltener an Atemwegsbeschwerden und Atemnot leiden. Wie die Deutsche Atemwegsliga mitteilt, sind derzeit zwischen drei bis fünf Millionen Menschen an einer so genannten chronisch obstruktiven Bronchitis (COPD) erkrankt.

Diese Krankheit gilt als eine der häufigsten Atemwegserkrankungen überhaupt. Insbesondere das Rauchen kann COPD auslösen. Als erstes Symptom ist der so genannte Raucherhusten zu nennen. Dieser ist durch morgendlichen Husten teilweise mit Auswurf gekennzeichnet. Jeder Anstrengung ist hierbei für die Betroffenen eine Qual. Dadurch dass sie sich jedoch körperlich nur einer sehr geringen oder überhaupt keiner Belastung aussetzen, leidet nicht nur die Atemmuskulatur, sondern auch das übrige Muskel-und Skelettsystem unter dem Bewegungsmangel und bildet sich zurück.

Bewegungsmangel führt zu Begleiterkrankungen

Betroffene leiden deshalb nicht nur unter COPD, sondern auch an daraus resultierenden Folgeerkrankungen wie Diabetes mellitus, Osteoporose sowie diverse Gefäßerkrankungen. Neben dem Rauchen ist auch in Gegenden hoher Umweltverschmutzung die Erkrankungsrate von COPD überdimensioniert. Aber auch bei Patienten, die mit bestimmten Chemikalien im Rahmen ihrer Berufstätigkeit in Verbindung kommen, ist ein erhöhter Risikofaktor für eine Atemwegserkrankung oftmals gegeben. Experten raten in allererster Linie das Rauchen aufzugeben.

Aber auch ein spezielles Sportprogramm kann helfen. Dabei erklärt der Facharzt für Lungenheilkunde Prof. Dr. med. Dieter Köhler, dass es nicht darauf ankommt, welcher Sport betrieben wird, sondern dass die Regelmäßigkeit von mindestens zweimal in der Woche gegeben ist sowie ein erhöhter Puls erreicht wird. Insbesondere die Regelmäßigkeit und die Häufigkeit von mindestens zweimal in der Woche sorgen dafür, dass der Sport eine deutliche Gesundheitswirkung zeigt, so der Lungenfacharzt. Oftmals lassen sich Ausdauer-und Krafttrainingseinheiten miteinander kombinieren.

Regelmäßiger Sport senkt Atemnotrisiko deutlich

Dabei sollte das Sportprogramm eine mäßige Steigerung erfahren, und beispielsweise mit einfachem Laufen oder Wandern beginnen. Insbesondere die zu schnelle Überlastung sorgt bei vielen Betroffenen dafür, dass aus einer Anfangsmotivation schnell wieder Passivität wird. Zahlreiche Gesundheitsexperten bestätigen, dass eine Luftnot durch regelmäßige sportliche Betätigung erst zu einem späteren Belastungszeitpunkt eintritt. Während ein durchschnittlicher COPD-Erkrankter in der Regel rund 300 Meter in einem Zeitraum von sechs Minuten laufen kann, kann ein ebenfalls an COPD Erkrankter bei regelmäßigem Training rund 100 Meter weiterlaufen.

2006 hatten Forscher in einer breit angelegten Studie mit über2190 an COPD-erkrankten Patienten herausgefunden, dass die Probanden bei einer regelmäßigen sportlichen Betätigung seltener stationär im Krankenhaus aufgenommen wurden. Auch wenn endgültige Beweise fehlen, ist die Indizienkette derart erdrückend, dass postuliert werden darf, dass regelmäßiger Sport einer positiven Wirkung auf den Krankheitsverlauf von COPD und anderen Atemwegserkrankungen nimmt.

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