DAK Gesundheitsstudie – Münchener leben am gesündesten

5. September 2014
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DAK Gesundheitsstudie belegt. Münchener leben am gesündesten. Wie gesund ist der Rest der Republik?

DAK Gesundheitsstudie – Münchener am gesündesten. Eine aktuelle Studie der DAK kommt zu dem Ergebnis, dass die Bevölkerung in der bayerischen Landeshauptstadt München gesünder ist, als im Rest der Republik.

In Gesamtdeutschland lag der Krankenstand bei vier Prozent

Während im Jahr 2013 der Krankenstand in ganz Deutschland 4,0 Prozent betrug, lag er in Bayern bei nur 3,4 Prozent. In der Stadt München betrug der Krankenstand im Jahr 2013 hingegen lediglich 2,8 Prozent. Gegenüber dem Jahr 2012 stieg der Wert jedoch um 0,1 Prozent an. Der Krankenstand in der Gesamtrepublik stieg von 3,8 im Jahr 2012 auf 4,0 Prozent im Jahr 2013.

Besonders häufig sind Erkrankungen des Muskel-Skelettsystems

Von den erkrankten Beschäftigten in München litten 19 Prozent an Erkrankungen des Muskel-Skelettsystems, 18,3 Prozent litten unter Erkrankungen des Atemsystems und 17,6 Prozent der Beschäftigten in der Landeshauptstadt München waren aufgrund psychischer Erkrankungen krankgeschrieben. 10,2 Prozent entfielen auf verletzungsbedingte Ausfälle, 5,2 Prozent der Gesamterkrankungen sind auf Störungen des Verdauungssystems zurückzuführen, 3,8 Prozent auf Erkrankungen des Nervensystems sowie der Augen und der Ohren. 4,5 Prozent der Erkrankungen finden ihre Ursache in tumorbedingten Erkrankungen. Lediglich 5,7 Prozent der Erkrankungen gehen auf Infektionen zurück und 3,3 Prozent auf Erkrankungen des Kreislaufsystems. 2,2 Prozent weisen äußere Ursachen und Faktoren auf.

Der Chef der Münchener DAK, Günter Köll, sieht eine Ursache für den niedrigen Krankenstand in der Landeshauptstadt München in der hohen Lebensqualität. Insbesondere die geringere Arbeitslosenzahl sorgt dafür, dass die Bevölkerung insgesamt weniger anfällig ist für Erkrankungen, so Köll. Noch gesünder als in der bayerischen Landeshauptstadt leben die Menschen im Kreis Starnberg. Hier weist der Krankenstand lediglich 2,7 Prozent auf.

Baden-Württemberg: Stuttgart weist niedrigsten Krankenstand auf

Münchens Personalreferent Thomas Böhle entgegnet auf die DAK-Studie, dass „wer, sich wohl fühlt, man gesünder sei.“ Im Nachbarbundesland Baden-Württemberg weist die Landeshauptstadt Stuttgart den niedrigsten Krankenstand Baden-Württembergs auf. Die häufigste Ursache für das Fernbleiben von der Arbeit seien hier Atemwegs Erkrankungen, so die DAK-Studie.

Im Vergleich zum Jahr 2012 gab es hier einen Anstieg um 20 Prozent. Psychische Erkrankungen belegen den dritten Platz, gehen aber im Vergleich zur Vorerhebung in Stuttgart geringfügig zurück. Verletzungen weisen in der baden-württembergischen Hauptstadt einen Anteil von 5,6 Prozent auf.

Wohlhabende Gegenden beherbergen Gesunde, arme Landesteile viele Kranke

Die DAK-Studie dokumentiert in eindrucksvoller Weise, dass der Krankenstand insgesamt niedriger ist als in ärmeren Regionen. Dies ist auch der Grund dafür, dass beispielsweise in Städten des Ruhrgebietes oder in einigen Gegenden in den neuen Bundesländern die Krankenstände besonders hoch sind. Insbesondere psychische Erkrankungen sind in diesen Regionen auf dem Vormarsch.

In ländlichen Regionen und insbesondere in der Küstenregion weichen die Häufigkeiten der Atemwegserkrankungen von den städtischen Gebieten zum Teil erheblich ab. Während an den Küsten Atemwegserkrankungen weit weniger häufig vorkommen, sind insbesondere in verkehrstechnisch stark frequentierten Metropolen wie dem Ruhrgebiet, Berlin und anderen Großstädten die Atemwegserkrankungen häufiger anzutreffen.

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