Kann Kaffee vor Diabetes Typ 2 schützen?

28. April 2014
Kaffee sorgt für StressKann Kaffee krank machen?

Einer Studie zufolge, sollten Kaffeetrinker, noch mehr von dem koffeinhaltigen Heißgetränk genießen. Ein erhöhter Kaffeekonsum soll vor Diabetes Typ 2 schützen.

Dabei soll es keine Rolle spielen, ob man in der Vergangenheit viel oder wenig Kaffee getrunken hat. Um sich vor Diabetes zu schützen, reicht es laut der Studie aus, den Kaffeekonsum zu steigern.

Hoher Kaffeekonsum schützt vor Diabetes Typ 2

Forscher sind zu dem Ergebnis gekommen, das ein hoher Kaffeekonsum das Risiko an Diabetes Typ 2 zu erkranken senkt. Im Rahmen der Studie wurden Daten von über 120.000 Menschen ausgewertet.

Wer seinen Kaffeekonsum über einen Zeitraum von vier Jahren um eineinhalb Tassen erhöht, hat, der Studie zufolge, ein elf Prozent geringeres Risiko im späterem Leben an Diabetes 2 zu erkranken. Menschen, die nicht mehr Kaffee tranken, konnten das Risiko nicht reduzieren.

Die Ergebnisse der Studie wurden vor wenigen Tagen im Fachmagazin ‚Diabetologia‘ veröffentlicht.

Diabetesrisiko kann bei geringerem Kaffeekonsum steigen

Shilpa Bhupathiraja von der Harvard School of Public Health in Boston und sein Team werteten die Daten von 95.000 Krankenschwestern aus. Diese nahmen an zwei Gesundheitsstudien in den USA teil. Auch Daten von 28.000 Männern wurden in die Auswertung mit einbezogen. Sie arbeiteten ebenfalls im Gesundheitssektor, nahmen jedoch zuvor an einer anderen Studie teil als die Krankenschwestern.

Der Kaffeekonsum der Teilnehmer wurde über einen Zeitraum von vier Jahren beobachtet. In den folgenden vier Jahren wurde das Risiko an Diabetes Typ 2 zu erkranken untersucht. Diese Form von Diabetes ist auch als Altersdiabetes bekannt.

Die Teilnehmer, die ihren Kaffeekonsum um zwei Tassen pro Tag reduzierten, hatten ein 18 Prozent höheres Risiko an diesem Diabetestyp zu erkranken. Die Autoren der Studie kamen zu dem Ergebnis, dass Änderungen beim Kaffeekonsum das Diabetes-Risiko binnen relativ kurzer Zeit beeinflussen.

Wie viel Kaffee sollte man trinken?

Um sich vor Diabetes Typ 2 zu schützen spielt es laut denn Forschungsergebnissen keine Rolle, wie viel Kaffee man in der Vergangenheit trank. Wer täglich mindestens drei Tassen Kaffee trinkt, kann das Diabetes-2-Risiko im Vergleich zu Personen, die nur eine Tasse oder weniger pro Tag trinken, um 37 Prozent reduzieren.

Daraus lässt sich schließen, dass der Kaffeekonsum erhöht werden muss, um das Diabetes-Risiko zu senken.

Frühere Studien untermauern die neuesten Ergebnisse. Auch in der Vergangenheit wurde bereits ein Zusammenhang zwischen Kaffeekonsum und Diabetes-2-Risiko festgestellt.

Höheres Diabetes-2-Risiko durch Vorerkrankungen

Die Autoren der Studie, warnten, dass die Forschungsergebnisse zwar eine ‚wahre Änderung des Risikos‘ belegten, aber dennoch könne es sein, dass Studienteilnehmer ihren Kaffeekonsum aus bestimmten Gründen senkten.

Viele Menschen verzichten auf eine regelmäßige Tasse Kaffee, wenn bei ihnen Bluthochdruck oder ein zu hoher Cholesterinspiegel festgestellt wurde. Diese Personengruppen haben stets ein höheres Risiko, an Diabetes zu erkranken und das unabhängig von ihrem Kaffeekonsum hieß es weiter.

Experten halten die Studie für irreführend

Für das Science Media Centre, eine unabhängige britische Wissenschaftskontrollorganisation, wurde die Studie von Experten genauer beobachtet. Sie bezeichneten die Auswertung der Daten als ‚potenziell irreführend‘.

Den Experten zufolge wurde lediglich eine mögliche kurzfristige gesundheitliche Auswirkung durch eine Veränderung des Kaffeekonsums untersucht. Es gebe dennoch keine Beweise dafür, dass langfristiger Kaffeekonsum das Diabetes-Risiko minimiere.

Die Experten kamen zu dem Schluss, dass anhand der Studie keine Empfehlungen für den Kaffeekonsum ausgesprochen werden können. Darüber hinaus muss ist zu berücksichtigen, dass jeder Mensch anders auf den Genuss von Kaffee reagiert.

 

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