Functional Training ohne Fitnessgeräte ist effektiver

10. April 2014
Statistik zu Fitness von KindernFitnesstraining ohne Geräte ist effektiver als Gerätetraining

Ein wenig Sport kann bekanntlich nicht schaden. So ist es kaum verwunderlich, dass immer mehr Menschen das Fitnessstudio besuchen.

Dabei trainieren viele Hobbysportler nicht mehr nur an den Fitnessgeräten. Viele ziehen das klassische Training, das sogenannte Functional Training, vor.

Der Körper ersetzt das Fitnessgerät

Für das sogenannte Functional Training werden keine Fitnessgeräte benötigt. Der eigene Körper dient sozusagen als ‚Fitnessgerät.

Immer mehr Fitnessstudios stellen ihren Mitgliedern Freiflächen zu Verfügung, die das klassische Training ermöglichen. Beim Functional Training werden nicht nur bestimmte Muskelgruppen angesprochen. Der ganze Körper profitiert von den Übungen und wird insgesamt gestärkt. Wenn in einer Gruppe trainiert wird, stellt sich die Motivation von ganz alleine ein.

Beim Functional Training wird das eigene Körpergewicht genutzt, um alle Muskelgruppen anzusprechen. Dennoch können Hilfsmittel wie Seile, Medizinbälle, Kugelhanteln oder Gymnastikbälle zum Einsatz kommen.

Meist werden einzelne Übungen kurze Zeit durchgeführt oder es müssen bestimmte Übungen in Wiederholungen ausgeführt werden.

Hoher Trainingseffekt durch verschiedene Übungen

Beim Functional Training werden verschiedene Übungen durchgeführt, die letztendlich alle Muskelgruppen beanspruchen. Durch das Training profitieren die Kraft, die Ausdauer und die Koordination. Gleichzeitig wird das Körpergefühl gesteigert und die Haltung verbessert.

Schließlich werden Übungen ausgeführt, die verschiedenste Muskelgruppen, wie die Bauchmuskeln, Rückenmuskeln und Hüftmuskeln, beanspruchen. Diese Muskeln sind wichtig für eine gute Haltung.

Laut Dustin Tusch vom Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen oder kurz DSSV ist Functional Training aktuell der größte Trend in der Fitnessbranche.

Mehr Kraft und bessere Beweglichkeit

Die Fitnessstudios haben den Trend erkannt und stellen ihren Mitgliedern Freiflächen für das Functional Training zur Verfügung. Ursprünglich wurde das klassische Training als Rehabilitationsmaßnahme oder die Physiotherapie eingesetzt.

Dabei kann jeder von diesem Training profitieren, wenn die Übungen korrekt ausgeführt werden. Die Stabilität und Beweglichkeit der Gelenke wird verbessert und die Muskelkraft nimmt zu. Profisportler führen das Functional Training durch, um ihre Gelenke und Muskeln beim Sport vor Verletzungen zu schützen.

Professor Christoph Eifler von der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement in Saarbrücken erklärte, dass das Functional Training der Verletzungsprophylaxe diene. Durch die Übungen ließe sich die Verletzungsgefahr verringern und gleichzeitig werde die Leistungsfähigkeit verbessert.

Geringeres Verletzungsrisiko als beim Gerätetraining

Studien zufolge ist der Trainingseffekt beim Functional Training höher als beim Gerätetraining. Darüber hinaus ist das Verletzungsrisiko beim klassischen Training geringer als beim Gerätetraining.

Das Functional Training erhöht die Muskelkraft, laut Studien, deutlich. Zudem werden die Beweglichkeit und der Gleichgewichtssinn verbessert. Fußballtrainer setzten das Functional Training ein, um ihre Mannschaft fit zu halten.

Das Gerätetraining mag auf den ersten Blick sicherer erscheinen. Dennoch meinen Sportmediziner, dass beim Gerätetraining die Übungen oft unnatürlich ausgeführt werden, was wiederum zu fehlerhaften Bewegungsmustern führen kann und somit das Verletzungsrisiko erhöht. Im Profisport setzt man nicht zuletzt aus diesem Grund auf das Functional Training.

Frauen bevorzugen Functional Training

Branchenkenner haben beobachtet, dass immer mehr Frauen Fitnessstudios besuchen. Grund hierfür soll das Functional Training sein. Frauen bevorzugen diese klassische Trainingsvariante und ziehen sie dem Gerätetraining vor.

Die meisten Frauen haben keine Lust schwere Gewichte zu stemmen und haben Angst, eine Bodybuilder-Figur zu bekommen. Functional Training wird außerdem häufig in Gruppen ausgeübt, wodurch es mehr Spaß macht. Die Übungen werden individuell auf die Gruppen angepasst, sodass das Training auch für Einsteiger geeignet ist.

Professor Christoph Eifler ist sich sicher, dass Functional Training der absolute Trend ist und es sich nicht nur in Fitnessstudios großer Beliebtheit erfreut, sondern auch im Freizeitsport.

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