Zu viel Sport ist ungesund

21. März 2014
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Sport ist gesund. Das ist schon lange kein Geheimnis mehr.

Viele Freizeitsportler überschätzen sich jedoch und wissen nicht, dass zu viel Sport ungesund ist.

Wer sich überfordert riskiert seine Gesundheit und muss mit Verletzungen und Herzmuskelschädigungen rechnen.

Marathonläufer sind häufig von Herzmuskelschädigungen betroffen

Marathonläufer sind häufig von Schädigungen des Herzmuskelgewebes betroffen. Meistens handelt es sich um Hobbysportler oder Amateurläufer, die ihre Kräfte falsch einschätzen.

Ausdauersportarten, wie zum Beispiel Langstreckenlauf, führen, wenn sie falsch ausgeübt werden, immer wieder zu körperlichen Beeinträchtigungen durch Überlastung. Die Fußknochen können so stark überlastet werden, dass sie brechen.

Fit und gesund durch Sport?

Einige Menschen treiben Sport, weil sie abnehmen möchten. Andere wiederum betätigen sich sportlich, weil sie ihrer Kondition und ihrer körperlichen Fitness auf die Sprünge helfen wollen. Sie wollen einfach gesund sein und sich rundum wohlfühlen können.

Hobbysportler sollten jedoch inständig darauf achten, dass sie Sportübungen korrekt ausführen. Sonst können massive gesundheitliche Schäden entstehen, von denen nicht nur die Knochen betroffen sein können, sondern auch die Organe. Zu viel Sport ist schädlich.

Sport ist gesund und macht glücklich

Regelmäßige Trainingseinheiten sind durchaus gesund. Vor allem wenn die Sportart der Wahl korrekt ausgeübt wird. Sport kann dabei helfen, die körperliche Fitness und das Aussehen zu verbessern. Außerdem werden durch die körperliche Betätigung das Immunsystem und das Herz-Kreislauf-System gestärkt.

Sport beugt verschiedenen Erkrankungen wie Osteoporose und Diabetes vor. Gleichzeitig wird der Arterienverkalkung der Kampf angesagt. Die meisten Sportler fühlen sich nach dem Training wohler. Dies liegt daran, weil Sport die psychische Verfassung positiv beeinflusst und Stress abbaut. Beim Training werden außerdem Glückshormone ausgeschüttet.

Trainingsgrundregeln sind wichtig

Laufen, Schwimmen, Radfahren und andere Sportarten sind grundsätzlich gesund. Falsch ausgeführt oder zu viele Trainingseinheiten können der Gesundheit allerdings massiv schaden.

Professor Herbert Löllgen von der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention betonte, dass er jedem Menschen raten würde, Sport zu treiben. Allerdings solle man dabei jedoch gewisse Trainingsgrundregeln einhalten.

Worauf man beim Sport achten sollte

Freizeitsportler sollten ihre bevorzugte Sportart beherrschen. Sie sollten beim Training auf ihre Körperhaltung achten und die Grundtechniken sowie die Bewegungsabläufe kennen und richtig ausführen, um keine Verletzungen zu riskieren.

Falsche Trainingsabläufe sind schädlich für den Körper

Wer beim Schwimmen den Kopf dauerhaft krampfhaft über das Wasser hält oder beim Tennis nicht auf seine Rückhand achtet, riskiert Schäden am Bewegungsapparat. Dies können neben leichten Verletzungen auch schwere chronische Schäden sein.

Wer eine neue Sportart für sich entdeckt, sollte sich die Grundlagen aneignen und am besten von einem Trainer vermitteln lassen, damit das Risiko seiner Gesundheit zu schaden, ausgeschlossen bzw. weitestgehend minimiert werden kann.

Sportanfängern fehlt das Körpergefühl

Oliver Stoll, Professor für Sportpsychologie und Sportpädagogik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, erklärte, dass viele Sportanfänger kein ausgeprägtes Körpergefühl besäßen, was dazu führe, dass sie ihre Belastungsgrenze kaum abschätzen können. Dies könne dazu führen, dass sich Hobbysportler überfordern und verletzen.

Kraftsportler würden häufig zu schwere Gewichte nutzen und sich beim Training Zerrungen oder Muskelrisse zuziehen. Aber auch erfahrene Sportler machen hin und wieder schwerwiegende Trainingsfehler. Daher empfiehlt es sich, seine Trainingsmethoden in regelmäßigen Abständen zu überprüfen, um feststellen zu können, ob sich möglicherweise Trainingsfehler eingeschlichen haben.

Schwerwiegende Folgen durch falsches Training

Hobbysportler, die sich stets überfordern und sich kaum Erholung gönnen, überlasten, laut Löllgen, ihren Organismus. Es komme zu einem sogenannten Übertrainingssyndrom erklärte er. Dieses sei vergleichbar mit einem sportlichen Burn-out.

Betroffene leiden an verminderter Leistungsfähigkeit, Erschöpfung, Herzrhythmusstörungen und Muskelschmerzen. Außerdem könne die Überbelastung das Immunsystem schwächen und einen verfrühten Verschleiß von Gelenken, Knochen, Bändern und Sehnen bedeuten.

Weniger ist mehr

Sportler, die sich krank fühlen oder verletzt sind, sollten mit dem Training pausieren oder nur leichte Trainingseinheiten einplanen.

Jens Kleinert, Professor für Sport- und Gesundheitspsychologie an der Deutschen Sporthochschule Köln sagte, dass man häufig bei Sportlern, die sich unter Druck gesetzt fühlen und glauben äußeren Anforderungen nicht gerecht zu werden, beobachten könne, wie sie sich überlasten. Die sogenannten Sportsüchtigen würden zwanghaft trainieren, erklärte er.

Zerrungen und Bänderrisse, die nicht ausgeheilt sind, können bei weiterem Training zusätzlich belastet werden, sodass sich die Beschwerden verschlimmern und bleibende Schäden zurückbleiben könnten.

Bei Grippe auf Sport verzichten

Wer sich eine Grippe eingefangen hat, sollte lieber auf seine Sporteinheiten verzichten.

Löllgen berichtete, dass immer wieder Menschen einen Marathon laufen, obwohl sie eine Grippe haben. Die Infektion könne jedoch auf das Herz gehen. Ist dieser Fall eingetroffen, kann dies der letzte Lauf des Lebens gewesen sein. Training bei Grippe kann zu einer Herzschwäche führen oder im schlimmsten Fall sogar den plötzlichen Herztod bedeuten.

 

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