Krebs: Überlebensrate in sozial schwachen Regionen geringer

3. Februar 2014

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) hat eine neue Studie veröffentlicht. Demnach hängt die Überlebenschance bei einer Krebserkrankung häufig auch vom Wohnort des Patienten innerhalb Deutschlands ab. 

So hat die Studie ergeben, dass in einigen Regionen die Menschen offenbar früher sterben, wenn sie unter Krebs leiden, als anderswo. Die ist für alle Krebsarten gleichermaßen geltend gemacht wurden.

Überlebensrate bei Krebs in reichen Regionen höher

Eine Krebsdiagnose ist schockierend und der Wunsch zu überleben stark ausgeprägt. Häufig gehen hier schwerwiegende Eingriffe und Therapien einher. Die Überlebenschancen sind dabei nicht immer gut oder schlecht ausgelegt, sondern können durchaus variieren. So ist das Deutsche Krebsforschungszentrum zu dem Ergebnis gekommen, dass Menschen, die in ökonomisch schlechter gestellten Gegenden leben, wesentlich geringere Chancen der Genesung haben.

Diejenigen, die in reicheren Regionen leben, haben dabei bessere Genesungschancen. Vor allem in den ersten drei Monaten nach der Diagnose ist dies festzustellen.

Die Studie dreht ihre Kreise

Während der Studie wurden in etwa eine Million Patientendaten ausgewertet – Menschen, die krebskrank sind. Dabei gab es schon mehrere Studien, die gezeigt haben, dass Patienten mit einem höheren Einkommen und Status bessere Genesungschancen haben, als diejenigen, die aus ärmlichen Schichten stammen.

Krebs-Studie der DKFZ

Jedoch fehlte in Deutschland bislang die eindeutige Studie. Daher ging man erneut detaillierten Fragen nach. Im DKFZ werteten die Wissenschaftler daraufhin die 25 am häufigsten vertretenen Krebserkrankungen aus. Diese traten zwischen den Jahren 1997 und 2006 bei einer Million Menschen auf.

Danach erfolgte eine Untersuchung nach der der durchschnittlichen Einkommenssituation. Diese Untersuchung wurde pro Landkreis ausgewertet. Für diese sozioökonomische Auswertung waren vor allem das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen, die Erwerbslosen-Quote sowie die kommunalen Ein- und Ausgabenbilanzen von großer Bedeutung.

Das Resultat: Patienten aus dem sozioökonomisch schwächsten Fünftel der Landkreise starben nach ihrer Diagnose signifikant früher, als Krebspatienten aus den übrigen Gengegenden.

Geringere Lebenschancen um ein Drittel

Vor allem die ersten drei Monate nach Stellung der schicksalhaften Diagnose waren diejenigen, in denen der Unterschied am meisten auffiel. Die Überlebenswerte waren um zirka 33 Prozent gemindert.

Auch nach etwa 9 Monaten dieser Forschung lag der Unterschied immerhin noch bei 20 Prozent in wirtschaftlich schlechter gestellten Regionen. Nach vier Jahren war die Chance immer noch gegeben, dass Menschen aus reicheren Regionen noch um 16 Prozent mehr überlebten.

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