Frühzeitig erkannte Nierenleiden sind gut behandelbar

14. März 2014
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Nierenleiden sind relativ gut behandelbar, sofern sie frühzeitig erkannt werden.

Patienten mit einem erhöhten Risiko, wie zum Beispiel Diabetiker, sollten regelmäßig Vorsorgeangebote in Anspruch nehmen.

Darauf wies die Deutsche Diabetes-Hilfe in einer Pressemitteilung hin.

Heute ist Weltnierentag

Anlässlich des Weltnierentags gab die Deutsche Diabetes-Hilfe eine Pressemitteilung heraus, in der sie darauf hinweist, dass Risikopatienten, wie Diabetiker, regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung gehen sollten.

Bei der Untersuchung können bereits schwere Schäden, die möglicherweise bereits seit vielen Jahren bestehen, sichtbar werden. Geringe Mengen Albumin können ein Hinweis auf ein eventuelles Nierenleiden sein. Hierbei handelt es sich um einen Eiweiß im Urin.

Dr. med. Jens Kröger, Vorstandsmitglied von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe betonte, dass Diabetiker ihren Urin mindestens einmal jährlich auf den Albumingehalt untersuchen lassen sollten. Dadurch sei es möglich, Nierenschäden frühzeitig zu erkennen.

Aufgabe der Nieren

Die Nieren filtern das Blut und sie produzieren Urin, damit der Körper Abfallprodukte über den Urin ausscheiden kann. Sie übernehmen also lebenswichtige Funktionen. Laut der Deutschen Diabetes-Hilfe können gesunde Menschen auf eine der zwei Nieren verzichten.

Ohne eine funktionstüchtige Niere würden sich Abfallprodukte im Blut ansammeln und so zu einer Vergiftung führen, hieß es weiter. In diesem Fall ist eine Dialyse, auch bekannt als ‚Blutwäsche‘ unumgänglich.

Diabetiker häufig von Nierenleiden betroffen

Diabetiker sind häufig von Nierenleiden betroffen. Dr. Kröger erklärte, dass ein hoher Blutzucker und ein dauerhaft zu hoher Blutdruck häufig zu Schädigungen der kleinsten Blutgefäße in den Nieren führen.

In diesem Fall spricht man von einem sogenannten diabetischen Nierenleiden. Die Nieren können nicht mehr richtig arbeiten und nicht mehr als Filter fungieren. Dadurch tritt das Eiweiß Albumin im Urin auf, was für gewöhnlich ein Zeichen für einen Nierenschaden ist.

Etwa 50 Prozent aller Diabetiker sind betroffen

Die Diabetes, die im Volksmund auch als Zuckerkrankheit bezeichnet wird, wird sehr häufig von Nierenerkrankungen begleitet, berichtete die Deutsche Diabetes-Hilfe. Etwa 40 bis 50 Prozent aller Diabetiker sollen aufgrund der Stoffwechselerkrankung eine sogenannte ‚diabetische Nephropathie‘ entwickeln.

Diese wiederum kann weitere Folgekrankheiten wie Herz-Kreislauferkrankungen verursachen. Da die Nieren, wenn überhaupt, nur noch eingeschränkt arbeiten, müssen die Patienten sich einer Dialyse oder sogar einer Nierentransplantation unterziehen.

20.000 Diabetiker in Deutschland sind laut Angaben der gemeinnützigen Organisation auf eine Dialyse angewiesen. Insgesamt gibt es hierzulande 70.000 Dialysepatienten.

Nierenleiden werden häufig unterschätzt

Das so viele Menschen sich einer Dialyse unterziehen müssen, lege daran, dass die Nierenerkrankungen häufig zu spät festgestellt werden und sie ‚in ihrer Bedeutung unterschätzt‘ würden.

Warum die Früherkennung so wichtig ist

Sobald sich die ersten Anzeichen auf eine beeinträchtigte Nierenfunktion bemerkbar machen, sollten diese laut diabetesDE von einem Nephrologen behandelt werden.

Durch eine angemessene Behandlung ließe sich der Verlauf der Nierenerkrankung bis zur Dialyse verzögern, hieß es. Außerdem werde die Sterblichkeit verringert.

Nierenschädigungen vorbeugen

Die Organisation betonte, dass es für Diabetiker wichtig sei, dass die Blutzucker-, Blutfett- und Blutdruckwerte optimal eingestellt werden. So könne einer Schädigung der Nieren vorgebeugt werden. Der Blutdruck sollte, Angaben der Diabetes-Hilfe zufolge, bei 120/80 bis 130/80 mmHg liegen.

Diabetiker sollten außerdem, die von ihrem Arzt empfohlene Kochsalzzufuhr einhalten und nicht überschreiten. Die Patienten sollten, sofern sie rauchen, mit dem Rauchen aufhören. Es ist für die Entstehung und das Fortschreiten von Nierenerkrankungen mit verantwortlich.

 

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