Behandlung von Erdnuss-Allergie: neue Therapie hilft

31. Januar 2014

Vor allem Kinder leiden immer häufiger unter einer Erdnussallergie. Dabei ist es nicht einmal von Nöten, dass Erdnüsse als Speise verzehrt werden müssen, damit es zu einem lebensbedrohlichen Schock kommt. 

Bereits Spuren in anderen Lebensmitteln reichen hier aus. Doch jetzt kann Entwarnung gegeben werden, denn Ärzte haben eine Therapie hiergegen entwickeln können.

Allergie kann zu lebensbedrohenden anaphylaktischen Schock führen

Vielen Kindern geht es so, dass sie Lebensmittel essen, die Spuren von Erdnüssen enthalten und schon lebensbedrohliche Schwellungen und Atemprobleme bekommen. Diese sind nur schwer wieder in den Griff zu bekommen. Außerdem gelten sie als lebensbedrohlich.

Es ist statistisch bewiesen, dass mittlerweile etwa jedes 50. Kind unter einer solchen Erdnussallergie leidet. Dabei steigt die Zahl der Betroffenen immer weiter. Auch sind Erdnüsse der häufigste Grund für allergische Reaktionen auf Lebensmittel.

Winzige Mengen Erdnussmehl zur Behandlung der Ernussallergie

Es gibt eine experimentell erstellte Studie, die zeigt, dass den Betroffenen jetzt neue Hoffnung gegeben werden kann. Das Immunsystem von Kindern konnte am Addenbrooke’s Hospital im britischen Cambridge deutlich gestärkt werden und zwar durch die Einnahme von speziellen Erdnussmehl.

Studie zur neuen Therapie bei Erdnussallergie

Bei der Methode geht es hauptsächlich darum, dass die Toleranz der Kinder gegenüber Erdnüssen stufenweise erhöht werden soll. Teilgenommen haben an diesem Versuch 99 Kinder, die unter 16 Jahren alt waren und unter einer schweren Erdnussallergie litten.

Mit ihrem Essen bekamen sie einen „Schuss“ des Erdnussmehls verabreicht. Dabei wurde in erster Instanz lediglich eine kleine Dose von zwei Milligramm eingesetzt. Die Dosis wurde dabei immer wieder leicht gesteigert, so dass am Ende zirka 800 Milligramm eingesetzt worden waren.

Kinder bauen Immunität auf

Es soll mit diesem Experiment nicht erreicht werden, dass die Teilnehmer in Zukunft riesige Mengen an Erdnüssen essen können. Vielmehr sollen lebensbedrohliche Reaktionen vermieden werden, falls es doch einmal zur Nahrungsaufnahme von Erdnussspuren von Kindern kommt. Kinder erleben auch ein wesentlich freieres Gefühl, denn sie bauen eine gewisse Immunität auf und können am Ende auch Dinge essen, die sie vorher nicht essen konnten.

Keine Langzeitstudie vorhanden

Die Ergebnisse dieses Experimentes sind außerordentlich vielversprechend, jedoch muss die Behandlung noch Jahre fortgeführt werden, damit eine stetige und vor allem dauerhafte Immunität erreicht werden kann. Der bleibende Effekt ist bis dato nämlich noch nicht geklärt und steht noch in Frage.

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