Erdbeeren senken Cholesterinwerte

3. März 2014
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Obst ist gesund und das aus verschiedensten Gründen: Es enthält Vitamine, wichtige Mengen- und Spurenelemente und liefert durch seinen natürlichen Zuckergehalt viel Energie. Ein spanisch-italienisches Forscherteam hat herausgefunden, dass Erdbeeren weiterhin die Blutwerte positiv beeinflussen.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt mit ihrer Kampagne „5 am Tag“ täglich drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst zu sich zu nehmen. Eine Portion entspricht in etwa einer Handvoll. Wie aktuelle Studien zeigen sollte eine Obstportion des Öfteren aus Erdbeeren bestehen – besonders bei Leuten, die unter hohem Blutdruck leiden. Denn die roten Beeren senken das „schlechte“ LDL-Cholesterin.

 

Einen Monat täglich ein halbes Kilo Erdbeeren

Im Rahmen ihrer Studie ließen die Wissenschaftler 23 gesunde Probanden über einen Monat täglich ein halbes Kilogramm Erdbeeren essen. Sowohl zu Beginn des Experiments als auch danach entnahmen sie Blut und kontrollierten die Blutwerte. Der Vergleich der beiden Werte zeigt, dass der Verzehr der roten Früchte insgesamt zu einer Senkung des Gesamtcholesteringehaltes im Blut führt.

Was genau ist Cholesterin?

Cholesterin ist ein Fettbaustein des Körpers. Es ist zusammen mit einer anderen Fettart, den Trigylzeriden, wichtiger Bestandteil der Zellmembranen, die jede Zelle des Körpers umgeben. Der Cholesterinspiegel hängt von der Cholesterinzufuhr durch die Nahrung als auch der Eigencholesterinsynthese des Körpers ab. Im Blut ist Cholesterin an bestimmte Proteine gebunden. Diese Verbindungen werden als Lipoproteine bezeichnet, am bekannstesten sind LDL und HDL. Der Cholesterinspiegel gibt die Gesamtmenge an Cholesterin im Blut an, einschließlich des HDL -und LDL-Cholesterins. Ihr Verhältnis zueinander ist entscheidend für die Beurteilung der Blutwerte.

Erdbeeren: Schlechtes LDL-Cholesterin gesenkt

Wie im Fachmagazin „Journal of Nutrional Biochemistry“ veröffentlicht, senkte sich der Gesamtanteil des Cholesterins um neun Prozent. Das Gesamtcholesterin ist jedoch nicht aussagekräftig für die Beurteilung des Gesundheitsrisikos der Teilnehmer. Das LDL-Cholesterin transportiert Fettsäuren von der Leber in periphere Gewebe, wo es sich ablagert. Durch seine Transportweg in die Fettzellen wird es des Öfteren als „schlechtes“ Cholesterin bezeichnet. Wie die Auswertung der Blutuntersuchungen zeigen, nahm seine Konzentration im Blut der Teilnehmer durch den Verzehr von Erdbeeren signifikant ab. Um 14 Prozent um genau zu sein.

Konzentration des „guten“ Cholesterins gleichbleibend

Das „gute“ HDL-Cholesterin transportiert Fettsäuren aus der Peripherie in die Leber, wo sie zur Energiegewinnung abgebaut werden. Seine Konzentration blieb durch den hohen Konsum an Erdbeeren unverändert.

Warum sind hohe Cholesterinwerte gefährlich?

Ein erhöhter Cholesterinwert verursacht keine merklichen Beschwerden, Betroffene werden in der Regel erst durch Blutuntersuchungen auf ihre erhöhten Blutfettwerte aufmerksam. Die hohen Konzentrationen wirken sich nicht akut, sondern langsam schleichend negativ auf die Gesundheit des Menschen aus. Über längere Zeit hinweg steigern sie das Risiko für eine Aterienverkalkung (Atherosklerose), die im Ernstfall zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall führen kann.

Anthocyane der Erdbeeren für positive Wirkung verantwortlich

Die Forscher vermutem, dass die roten Farbstoffe der Erdbeeren, wissenschaftlich Anthocyane genannt, für die positive Effekte der Früchte verantwortlich sind. Eine aktuelle Studie der Universität Gießen, in der die physiologische Veränderung durch den regelmäßigen Konsum anthocyanreicher Fruchtsäfte untersucht wurde, beleget ebenfalls eine cholesterinsenkende Wirkung durch die roten Farbstoffe. Wie im “Journal of Nutrional Biochemistry“ verkündigt, erhoffen sich die spanisch-italienischen Wissenschaftler durch die Ergebnisse ihrer Erdbeerstudie die Risikofaktoren für Herzkreislauferkrankungen besser zu erkennen.

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