Schmerzen im Zeh Hinweis auf Gicht

24. Februar 2014
GichtZeitumstellung kann zu Herzinfarkt führen

Bei der sogenannten Gicht handelt es sich um eine Stoffwechselerkrankung.

Besonders häufig sind von der Erkrankung Männer im Alter von über 40 Jahren betroffen.

Verschiedene Ursachen können zu einer Gicht führen. Eine wichtige Rolle spielt auch die Ernährung.

Hoher Fleischkonsum kann zu Gicht führen

Familiäre Veranlagung kann die Entstehung von Gicht begünstigen. In diesem Fall sammelt sich zu viel Harnsäure im Blut und lagert sich in den Gelenken. Dadurch entstehen sehr starke Schmerzen.

Die Gelenkbeschwerden können außerdem durch eine falsche Ernährung entstehen. Ein zu hoher Fleischkonsum löst oftmals Gicht aus.

Schmerzen im Zehn sind ein ernstzunehmendes Warnsignal

Purine in Fleisch können den Harnsäurespiegel im Blut stark erhöhen. Durch die Purine, also die Eiweißverbindungen, bilden sich Harnsäurekristalle aus. Oft macht sich dies zuallererst im großen Zeh bemerkbar.

Plötzlich treten heftige Schmerzen auf. Das Zehgelenk wird rot und schwillt an. Betroffene können dann kaum noch richtig gehen und meist nur noch mit der Ferse auftreten. Neben dem Zeh zeigt sich die Gicht-Erkrankung häufig auch an anderen Körperstellen, vor allem an den Gelenken. Betroffen sind meist Mittelfuß-, Sprung- und Kniegelenke sowie die Daumengrundgelenke.

Auf die Ernährung achten

Um einer Gicht vorzubeugen, empfiehlt es sich den Harnsäurespiegel im Blut möglichst niedrig zu halten. Dies gelingt durch eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Insbesondere Betroffene sollten auf einen übermäßigen Fleischkonsum verzichten und Fleisch nur in geringen verzehren.

Es sollte nicht täglich Fleisch auf dem Speiseplan stehen und es sollten weniger als 600 Gramm Fleisch pro Woche verzehrt werden, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung.

Gichtpatienten sollten Hülsenfrüchte nur in Maßen verzehren

Gichtpatienten und Menschen, die eine familiäre Veranlagung haben, eine Gicht zu entwickeln, sollten nicht nur wenig Fleisch verzehren, sondern auch darauf achten, Hülsenfrüchte, Schalen- und Krustentiere sowie Innereien nur in geringen Mengen zu essen. Diese sind ebenfalls sehr purinreich und erhöhen den Harnsäurespiegel.

Welche Lebensmittel sind erlaubt?

Wer an Gicht leidet darf seinen Kaffee weiterhin genießen, da er purinarm ist, ebenso wie Milch, Reis, frisches Obst und Getreideprodukte.

Gichtrisiko wird durch Alkohol gesteigert

Das Gichtrisiko erhöht sich deutlich durch den Genuss von Alkohol. Gichtpatienten sollten aus diesem Grund auf Alkohol verzichten. Dies gilt insbesondere für Bier und Schnaps.

Viele Softdrinks weisen einen hohen Gehalt an Fruchtzucker auf, der das Risiko an Gicht zu erkranken ebenfalls erhöht.

Pro Tag sollte man bevorzugt mindestens zwei Liter Wasser oder Tee trinken.

Säure-Basen-Haushalt ausgleichen

Für Gichtpatienten ist es wichtig, ihren Säure-Basen-Haushalt auszugleichen. Durch eine mineralstoffreiche Ernährung werden überschüssige Säuren neutralisiert.

Harnsäurekristalle bilden sich nur, wenn der Körper übersäuert ist. Hierdurch entstehen auch die Schmerzen bei einer Gicht. Befindet sich der Körper in einem ausgeglichenen Säure-Basen-Verhältnis, lassen die Schmerzen nach.

Übergewicht kann Gichtbeschwerden fördern

Durch Übergewicht können die Beschwerden bei einer Gicht verstärkt werden. Mit steigendem Gewicht nimmt der Harnsäurespiegel zu. Bewegung und eine Gewichtsreduktion können die Beschwerden lindern.

Wenn diese Maßnahmen nicht geholfen haben, lässt sich die Gicht gezielt mit Medikamenten behandeln. Diese sollen die Harnsäurekonzentration senken.

Harnsäurewert bestimmen

Bei Verdacht auf Gicht kann man seinen Harnsäurewert beim Arzt bestimmen lassen. Für gewöhnlich wird die Harnsäure über die Nieren, den Darm, Schweiß und Speichel ausgeschieden. Gemessen wird der Wert jedoch im Blut.

Bei Frauen sollte er bei 2,3 bis maximal 6,1 Milligramm pro Deziliter liegen. Bei Männern zwischen 3,6 und maximal 8,2 Milligramm pro Deziliter, erklärte der Berufsverband Deutscher Internisten e.V. Wenn der Wert zu niedrig ist, kann dies ein Hinweis auf eine Lebererkrankung oder eine Purinstoffwechselstörung sein.

Verformung der Gelenke

Wenn der erste Gichtanfall stattgefunden hat, können die nächsten Monate oder gar Jahre völlig beschwerdefrei verlaufen, ehe sich der nächste Anfall ereignet.

Die Beschwerden sollte man also nicht unbeachtet lassen. Wenn der Harnsäurespiegel dauerhaft zu hoch ist, können sich die Gelenke verformen. Es entstehen die sogenannten Gichtknoten. Zudem können die Nieren von der Gicht einen erheblichen Schaden davontragen. Im schlimmsten Fall kann die Erkrankung zum Nierenversagen führen.

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