Olivenöl senkt Risiko für Herzinfarkt

19. Februar 2014
Olivenöl: Das flüssige Gold schützt das Herz und macht fit.

Es ist nicht nur lecker, sondern kann noch weit mehr: Olivenöl. Das flüssige Gold der mediterranen Küche ist gesund und senkt das Herzinfarktrisiko, wie aktuelle Studien zeigen.

Was wären ein knackiger griechischer Salat oder köstliche italienische Antipasti ohne Olivenöl? Die Gerichte würden nicht nur halb so gut schmecken, sondern wären auch nur halb so gesund. Verschiedenste Studien haben die positiven Effekte des Saft der Olive für Haut, Herz und Immunsystem bestätigt.

Besser als ein Antibiotikum?

Immer mehr Ärzte setzen auf die heilende Kraft des Olivenöls: Bei Patienten, die beispielsweise an einer viralen Infektion leiden, wären Antibiotika unwirksam. Diese bekämpfen nämlich nur Bakterien, aber keine Viren. Auch stellen sie eine zusätzliche Belastung für den Körper dar und töten nebenbei wichtige körpereigene Bakterien mit ab. Anders bei Olivenöl: Ein auf Oliven basierendes Mundspray enthält „das Wertvolle des Olivenöls, das Vitamin E, und das ein wenig angeschärft. Es wirkt als Schutz für die Schleimhaut. Man kann es aber auch zur Therapie nehmen. Man sprüht sich damit die Viren weg“, erklärt Professor Jürgen Lamprecht aus Essen gegenüber dem NDR.  Zur Not wirke auch reines Olivenöl, extra vergine, falls kein Medikament vorhanden ist.

Olivenöl reduziert Herzinfarktrisiko um 10 – 20 Prozent

Professor Dr. med. Andreas Michalsen, Chefarzt im Immanuel Krankenhaus Berlin und Stiftungsprofessor an der Berliner Charité weiß um weitere heilenden Wirkungen des Olivenöls: „Beispiel Bluthochdruck: Wenn man das extra vergine Olivenöl zu sich nimmt, dann sinkt der Blutdruck zusätzlich um 8 mmHG – das ist eine ganze Menge. Und auch beim Herzinfarkt wissen wir, dass sich das Risiko für einen zweiten Herzinfarkt um 10 bis 20 Prozent reduzieren kann durch die Zugabe von Olivenöl“. Dies wurde in diversen wissenschaftlichen Studien bestätigt, zuletzt in Testreihen der Universitäten Bordeaux und Barcelona.

Hinweis, dass Olivenöl Demenzrisiko senkt

Nicht nur das Immunsystem und das Herz profitieren von dem hohen Gehalt des Antioxidantien Vitamin E des Olivenöls, auch das Gehirn wird möglicherweise dadurch geschützt. Es gibt große Bevölkerungsstudien, die „sehr deutliche Hinweise liefern, dass das Risiko, an Demenz zu erkranken, umso geringer wird, je mehr Olivenöl im Verlauf des Lebens verzehrt wird“, erklärt der Experte aus Berlin aus Berlin.

Pharmaindustrie kein Interesse an Olivenöl

In Anbetracht der Vielfalt gesundheitsfördernder Effekte durch Olivenöl, stellt sich die Frage, warum es in der Pharmaindustrie bis dato nur eine untergeordnete Rolle spielt. Möglicher Grund ist der „mangelnde Profit“ vermutet Michaelsen. „Wenn Sie durch eine gesunde Ernährung und beispielsweise durch Olivenöl genauso stark den Blutdruck senken können wie durch einen Blutdrucksenker – das ist nicht gut fürs Geschäft.“

Olivenöl hat Anti-Agingwirkung

In Body Lotions, Shampoos oder Gesichtspflege – Extrakte aus Olivenöl werden in der Kosmetik heiß umworben. Besonderes Augenmerk wird hierbei erneut auf die Antioxidantien gelegt. Diese fangen DNA-Schädlinge, sogenannte freie Radikale, ab und schützen die Zellen und somit die Haut vor vorzeitiger Alterung. Fazit: Olivenöl ist natürlich, schmeckt köstlich und pflegt Körper und Geist – ein wahres Multitalent.

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